So, nun bin ich bereits wieder zwei Tage zurück in Buenos Aires. Zurück im Lärm und in den Abgasen nach 4 Tagen an der Urwald-Luft. Der Rückflug verlief problemlos, flog ich doch mit LAN und nicht mit Aerolineas...smile. Die Flüge von Aerolineas waren nämlich, wie so oft, ziemlich verspätet. Für meine weiteren Reisen muss ich ja dann auch noch auf Aerolineas zählen, hoffe dann einfach, dass sie fliegen und nicht gerade wieder streiken.
Interessant sind ja hier die Sicherheitskontrollen am Flughafen - man kann Flüssigkeiten immer noch im Handgepäck mitnehmen. Die Bestimmungen wie wir sie kennen, gibt es hier nicht. Zumindest nicht im Inlandverkehr. Auch die Durchleuchtung des Gepäcks scheint mir eher lasch zu sein. Den Laptop muss man nicht auspacken und wenn es pfeift beim Durchgehen, dann kümmert das hier niemanden wirklich. Na ja, es lief alles Bestens und wir kamen auch heil in Buenos Aires an. Baires (wie die Stadt kurz heisst) hat ja zwei Flughäfen - den Aeroparque für Inlandflüge sowie den Ezeiza für den ganzen internationalen Verkehr. Der Aeroparque ist eher klein und liegt direkt am Meer, man kann direkt an der Startbahn stehen und zuschauen, wie einem die Flieger fast das Gehör zerschlagen wenn sie über einem hinwegdonnern!
Dies ist unter anderem eine Beschäftigung der Porteños am Wochenende. Gestern war ja Sonntag hier und wie jeden Sonntag, pilgern die Einwohner Baires mit Kind und Kegel an die Ausfallstrassen der Stadt, wo sie dann ihre Campingstühle aufstellen und inmitten des Strassenlärms ihren Mate trinken und Choripan oder Panchos (Hot Dog) essen, die es an jeder Ecke zu kaufen gibt. Die reicheren Leute verbringen ihren Tag damit, in einem der teureren Einkaufszentren umherzuschlendern und Geld auszugeben. Auch die Kinocenter sind sehr beliebt hier. Was mir bereits in Madrid aufgefallen ist, konnte ich auch hier beobachten - die Leute suchen nicht mal so das Grüne und die Erholung wie wir sie kennen. Sie suchen vielmehr die Geselligkeit mit anderen Leuten und quetschen sich auf den zertrampelten Grünstreifen in der Nähe des Puerto Madero. Dabei gibt es ja den grossen Naturpark Costanera - doch da kommt man eben mit dem Auto nicht rein und müsste mal ein paar Kilometer zu Fuss gehen - das geht natürlich nicht. Und so sitzt man entlang der Strasse vor seinem Auto auf den mitgebrachten Campingstühlen und hört Latinomusik aus dem Autoradio. Und wie schon erwähnt - ohne Mate läuft hier gar nichts. Man hat ihn immer und überall mit dabei. Wahrscheinlich muss ich den Mate jetzt dann doch auch mal probieren.
Heute musste ich wieder mal warten - lange warten! Ich dachte mir, dass ich nun endlich mal meine zwei übriggebliebenen Traveller Cheques von meinen früheren USA Reisen einlösen könnte. Gesagt getan - nachdem ich im Internet rausgefunden hatte, wo man das hier kann in Buenos Aires. American Express ist an einem Standort hier vertreten, wo man auch ohne Gebühren die Checks einlösen kann. Ich musste mich dann in eine lange Schlange von Leuten einreihen, bis ich dann nach fast 40 Minuten zu meinem Geld kam. Also - Traveller Cheques sind hier in Argentinien nicht wirklich empfehlenswert.
Die Hotels für meine weiteren Reisedestinationen habe ich nun auch gebucht, somit kann nichts mehr schiefgehen... ;-))
Also dann bis demnächst
Montag, 28. Januar 2008
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