Auch heute war wieder ein Tag wie aus dem Bilderbuch hier in Bariloche. Wenn ich am Morgen aufstehe und die Vorhänge aufmache, möchte ich am liebsten weinen vor Glück. Es ist einfach traumhaft diese Aussicht - so sollte es immer sein...hach
Nach dem ausgiebigen Frühstück machte ich mich auf den Weg Richtung Llao Llao - ein kleiner Ort ca. 25km ausserhalb von Bariloche. Vor allem bekannt durch das teure Hotel mit gleichem Namen. Die Fahrt entlang des Seeufers ist atemberaubend schön. Irgendwie hat es was vom Lake Tahoe in Kalifornien - die Wälder, das glasklare Wasser, die schönen Steinstrände. Unterhalb des Hotels liegt der Hafen von Puerto Pañuelo von wo aus Fähren in Richtung Puerto Blest fahren. Ich habe mir vorgenommen, noch an einem Tag diese Tour mit dem Schiff zu machen durch den Brazo Blest des Lago Nahuel Huapi. Von Puerto Pañuelo führt die Strasse weiter auf die Peninsula Llao Llao wo der gleichnamige Nationalpark ist. Von der Ranger Station aus kann man kurze aber schöne Wanderungen machen. Da mein rechter kleiner Zeh immer noch ziemlich entzündet ist von der letzten grossen Wanderung, habe ich heute nur eine kleine Tour zu Fuss gemacht. Von der Ranger Station aus ging es durch dichten Bambuswald zuerst zum idyllisch gelegenen Lago Escondido - die Kulisse ist fast genau so wie am Crestasee bei Trin (Flims). Nach weiteren 10 Minuten zu Fuss gelangt man dann an die Bahia Lopez des Lago Nahuel Huapi. Ebenfalls ein Anblick wie aus dem Bilderbuch. Die reine Luft, das klare Wasser - umrandet von hohen Bergen und den Wäldern. Es fehlten nur noch die Elfen und Gnomen aus den Schaufenstern in Bariloche :-))
Zurück auf dem Circuito Chico kann man nach ca. 5km abbiegen in Richtung Colonia Suiza. Als echter Schweizer konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. Auf einer wirklich ruppigen Steinpiste kommt man nach 7km in dieses Kleinod. So richtig schweizerisch ist da ja niemand mehr. Die Wurzeln gehen anscheinend ins Wallis zurück wie ich in Erfahrung bringen konnte. Eigentlich hatte ich ja erwartet, dass im Schweizer Restaurant auch jemand ist der meine Sprache spricht. Aber Fehlanzeige... Es gab dann noch einen Herrn der mir erzählte dass eine Grosseltern aus Saxon im Wallis stammten. Er selber verkauft nun selbstgebrautes Bier der Marke "Valais". Habe natürlich gleich zwei Flaschen gekauft für meine Verwandtschaft in Saas-Fee :-)) Von der Colonia Suiza fuhr ich weiter auf der Schotterpiste bis zum Skigebiet des Cerro Catedral. Viel zu sehen gibts da im Sommer ja nicht. Man kann zwar mit einem Sessellift auf den Gipfel fahren und mit gemieteten Bikes den Berg runtersausen, doch viel mehr ist da nicht. Die Landschaft ist aber auch sehr schön.
Am späteren Nachmittag war ich dann zurück im Hotel wo ich noch zwei Stunden auf dem Liegestuhl am See die Sonne genoss. Heute war mehr Wind so dass ich nicht im See sondern im Hotelpool ein bisschen planschte. Wenn ich da so sitze und auf den See rausgucke fühle ich mich schon sehr alleine hier. Es wäre wirklich schön, das alles hier mit jemandem zu teilen. Aber ich mache das Beste draus und lasse euch via Blog und Fotos an diesem Traum teilhaben.
Mittwoch, 27. Februar 2008
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