Donnerstag, 7. Februar 2008

Und wieder in Buenos Aires

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Es ist schon wieder Donnerstag, kaum zu glauben! Mittlerweile bin ich seit 3 Tagen zurück in Buenos Aires. Der Flug von Mendoza nach Buenos Aires am vergangenen Dienstag verlief problemlos und war sogar pünktlich. Da ich ja mit Aerolineas Argentinas flog hatte ich gewisse Befürchtungen, dass der Flug eventuell verspätet sein könnte. Aber wie gesagt, es lief alles rund und auch der Service an Bord war angenehm. Hier in Buenos Aires wohne ich dieses Mal nicht mehr in einer Wohnung sondern in einem Bed&Breakfast in Palermo Hollywood. Als mich der Taxichauffeur vor der Hausnummer, die ich auf meinem Zettel stehen hatte, absetzte, dachte ich zuerst, dass ich am falschen Ort bin. Es war eine etwas heruntergekommene Gegend an einer 5-spurigen Ausfallstrasse. Da auch an der Haustür nichts zu sehen war, dass auf das B&B hinwies, bat ich den Taxichauffeur einen Augenblick zu warten. Ich überprüfte dann nochmals in einem Internetcafé gleich in der Nähe die Adresse und stellte fest, dass ich sehr wohl am richtigen Ort war. Ich klingelte also an der Haustür und siehe da - es war das B&B. Es ist alles sehr familiär hier. Die beiden Besitzer, die das B&B führen, haben auch zwei Hunde die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein Zwergpudel den man fast übersieht sowie einen dicken fetten Mops der immer hechelnd durch das Wohnzimmer läuft. Es gibt hier insgesamt 6 Zimmer die alle zwar alt aber ordentlich sind. Die erste Nacht verbrachte ich im 2. Stock des viktorianischen Gebäudes in einem Zimmer das zwar einen Balkon hatte aber auch direkt zur Strasse ging. Zudem war das Bad, das mit zwei anderen Zimmern zu teilen war, im unteren Stock. Und so musste ich immer die knarrende Treppe rauf und runter wenn ich mal aufs Klo musste oder Duschen wollte. Am nächsten Morgen habe ich dann ein Zimmer mit eigenem Bad genommen dass ich auf den Innenhof rausgeht. Etwas weniger hell aber dafür ruhig und mit Bad/WC im Zimmer. Ich komme mir hier vor wie in einer grossen Familie und so wird man von den Besitzern auch aufgenommen. Wenn es euch interessiert - hier der Link zum B&B.

Gestern habe ich das Evita Museum besucht. Alles was Rang und Namen hat in Argentinien bekommt meist auch ein eigenes Museum. Darin kann man die ganze Geschichte sowie den Werdegang der wohl berühmtesten Argentinischen First Lady bewundern. Sie wurde ja schon zur Lebzeit vergöttert sowie auch abgrundtief gehasst. Ich finde, dass sie sehr viel Gutes für die Bevölkerung Argentiniens gemacht hat mit all den Sozialinstitutionen die Eva Perón gegründet hat. Aber sie war ja auch umstritten da sie als ziemlich Machtgierig galt. Sie starb bereits im Alter von 33 Jahren an Gebärmutterhalskrebs.

Zum Nachtessen habe ich mich für das Restaurant Campobravo in der Calle Honduras hier in Palermo entschieden. Ein schickes Restaurant wie es sie mittlerweile zu Hunderten hier im Palermo-Viertel gibt. Palermo gilt ja als sehr angesagt bei der jungen, kaufkräftigen Bevölkerung. Das Essen war super und mit 40 Pesos (ca. 15 Franken) auch gar nicht teuer. Während ich am Essen war, lief draussen eine ganze Horde von Medienleuten mit Filmkameras hinter einem unscheinbaren Typen her und versuchte ihn zu interviewen. Gekannt habe ich ihn zwar nicht aber in einem solchen Moment fühlt man sich schon sehr "In" dass man sich in der angesagten Gegend von Buenos Aires aufhält...smile

Heute war dann der Zoo auf meiner Besuchsliste. Eigentlich ist er nichts Besonderes und auch schon ein wenig heruntergekommen. Ich habe es mir aber schlimmer vorgestellt als es dann tatsächlich war. Die meisten Tiere hier kann man mit im Zoo gekauften Futter füttern, was bei den Kindern natürlich sehr beliebt ist. Es gibt auch eine Art Regenwaldhalle die aber eher ein Gestrüpphaus ist. Wenn man die Masoala-Halle im Zoo von Zürich kennt ist das hier eer kläglich. Draussen im Zoo laufen auch viele Tiere frei rum. Lustig fand ich, wenn einem plötzlich mal wieder ein Biber über den Weg lief, der gerade irgendwo aus einem der kleinen Seen rausgesprungen kam und um Futter bettelte. In einem der Seen gibts auch eine kleine Insel auf der die Lemuren sind. Ich finde diese Tiere ja äusserst putzig.

Zurück in meinem Zimmer musste ich mich dann erstmal ein bisschen hinlegen und bin dann später noch zu einem japanischen Restaurant gegangen das ebenfalls sehr trendy und schick ist. Es heisst Dashi und liegt an der Fitz Roy Strasse. Das Restaurant war voller junger, erfolgreicher und schöner Menschen. Man hatte schon fast den Eindruck, in einem Model-Restaurant gelandet zu sein. Trotz allem war der Service leider nicht gerade das gelbe vom Ei. Die Kellner waren zwar allesamt gut aussehende Männer, doch leider auch sehr arrogant und mit einem unglaublichen Machogehabe behaftet. Irgendwie passte das Servicepersonal nicht zum Rest des Lokals. Eigentlich schade denn das Essen war ausgezeichnet.

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