Samstag, 2. Februar 2008

Ausflug in die Anden

Fotolink

Der heutige Tag war ein richtiger WOW-Tag. Ein Highlight jagte das Nächste. Unglaublich, wie schön diese Anden sind. Aber alles der Reihe nach... So kurz nach 8Uhr bin ich hier in Mendoza losgefahren Richtung chilenischer Grenze. Auf der Strasse war ziemlich viel Verkehr, vor allem viele Lastwagen die sich den Berg empor kämpften. Immer wieder musste man waghalsig überholen um überhaupt weiterzukommen. Da die Strasse teilweise etwas uneben ist, kann man auch nicht viel schneller als 90 kmH fahren. Das kümmert die Argentinier und vor allem die Chilenen wenig - die Fetzen in hohen Tempo über jede Bodenwelle und heben dabei mit ihrem vollbesetzten Familycar fast ab. Ich hatte ja genügend Zeit und liess mich deshalb nicht stressen. Zwischendurch machte ich immer mal wieder einen Fotohalt. Nach ca. 1 Stunde Fahrt war ich dann in Uspallata auf 1800m wo ich mir in einem kleinen Supermarkt Brot, Schinken und Käse kaufte. Wie überall kriegen die Leute immer fast Schreikrämpfe wenn man mit einer 50er oder sogar 100er Note Pesos bezahlen will. Händeringend erklären sie einem dann dass sie kein Moneda (Wechselgeld) haben. Ich meine 50 Pesos sind gerade mal 18 Franken, aber trotzdem ist es schwierig, diese loszuwerden sofern der Einkaufsbetrag kleiner als 50 ist. Am Besten hat man immer nur kleine Scheine dabei und noch viel besser ist es, wenn man passend zahlt. Da wird man dann auch mit einem netten Lächeln bedacht!


Die Sehenswürdigkeiten habe ich von der chilenischen Grenze her abgeklappert. Der erste Halt war in Las Cuevas, der Grenze zu Chile. Die Strasse führt mittlerweile durch einen 3km langen Tunner nach Chile. Früher musste man bis auf 4200m hochfahren um nach Chile zu gelangen. Diese alte Strasse fuhr ich dann auch hinauf um mir die Statue des Cristo Retendor anzuschauen. Mein kleiner Mietwagen hat sich zwar fast überhitzt doch auch diese Dirty Road haben wir gemeistert. Ich hoffe ja immer, dass mir kein Reifen platzt auf einer solchen Strecke. Da gibts nämlich keinen TCS...smile. Der Park Ranger in Las Cuevas empfahl mir vor der Fahrt zum Cristo Retendor mich kurz zu aklimatisieren, immerhin ist man danach auf 4200m. So hoch war ich bis jetzt noch nie in meinem Leben und schon gar nicht mit einem Auto!! Oben angekommen blies ein heftiger Wind über die Bergkuppen so dass ich froh war um meinen Faserpelz. Es war aber immer noch 10 Grad auf dieser Höhe. Beim rumlaufen habe ich die Höhe dann schon ziemlich gespürt.

Zurück in Las Cuevas war mir dann schon fast ein bisschen schlecht wegen der Höhendifferenz. Auf der Rückfahrt machte ich dann bei der Laguna de los Horcones halt. Von da aus starten die meisten Trekker und Bergsteiger, die den Cerro Aconcagua mit seinen 6962m besteigen wollen oder zumindest bis zur Plaza de Mulas auf 4300m wandern. Bis zur Plaza de Mulas braucht man ca. 4-5 Tage da man sich unterwegs immer wieder aklimatisieren sollte. Das Infozentrum der Rangerstation war wirklich sehr informativ und die Leute dort supernett und hilfsbereit. Als Nicht-Trekker kann man eine kurze Rundwanderung zum Lago de los Horcones auf 2900m machen. Ein kleiner See in einer idyllischen Umgebung.

Die nächste Station war dann Puente del Inca. Hier ist eines der spektakulärsten Naturwunder von Argentinien zu bestaunen - die steinerne Naturbrücke über den Rio de las Cuevas. Das alte Thermalhotel wurde durch einen Erdrutsch zerstört und die Mauerreste verschwimmen allmählich unter den Schwefelablagerungen des Flusses. Incas und Aussteiger verkaufen ihre handgefertigten Sachen zu unglaublich günstigen Preisen. Da gibts den schönen Poncho bereits für 50 Pesos!

Auf der Rückfahrt nach Mendoza plagten mich dann üble Kopfschmerzen. Vermutlich war ich doch zu schnell runtergefahren. Am Besten macht man diese Tour in zwei Tagen, so hat man Zeit, sich ein bisschen an die Höhe zu gewöhnen. So, zum Schluss möchte ich euch mal wieder den Fotolink wärmstens empfehlen. Es gibt zu jedem Foto meistens auch einen entsprechenden Kommentar.

1 Kommentar:

robisirt hat gesagt…

Ciao Reto

Ich hoffe, dass du es weiterhin geniesst und du noch viele Ausflüge tätigen kannst.

Wie ist dein Eindruck bis jezt und was möchtest du noch gerne besichtigen?

Konntest du dein Spanisch gezielt anwenden und wieder auffrischen?

Ich wünsche dir weiterhin einen guten Aufenthalt und bis bald

Gruss vom

Roberto