Montag, 3. März 2008

Reto auf hoher See - Der Beginn der Kreuzfahrt

Heute ist ein grosser Tag – Reto’s erste Kreuzfahrt beginnt!! Nachdem ich die ganze Nacht vor Aufregung nicht schlafen konnte (quatsch!!) war ich um 8Uhr bereits auf den Beinen. Eigentlich wollte ich mich noch mit einem Freund von mir treffen der gestern aus der Schweiz angereist sit, doch leider haben wir uns irgendwie verpasst da die SMS hier in Argentinien immer ein bisschen länger brauchen, bis sie beim Empfänger eintreffen. Aber wir treffen uns halt dann in Zürich wieder, stimmt’s Dani? J

Wie gesagt – heute war nun also der Tag der Einschiffung auf die Norwegian Dream – das schwimmende Hotel das für die nächsten 15 Tage mein Zuhause sein wird. Gegen 14.30h war ich am Hafen wo das ganze Eincheck Prozedere abgewickelt wird. Eigentlich nicht viel anders als beim Fliegen. Einmal an Bord muss man sich dann nochmals registrieren – man erhält dann seine persönliche Bord-Kreditkarte sowie unheimlich viele Informationen über alles mögliche an Bord. Hier mal ein paar Infos zu unserem Schiff:

Die Norwegian Dream wurde am 3. Juni 1991 in St. Nazaire (Frankreich) gebaut. Zwei Jahre brauchte es um das Schiff zu designen. Die Fertigstellung dauerte dann nochmals 17 Monate und kostete insgesamt 240 Mio. US$. Das Schiff wurde am 6. Dezember 1992 von Diana Ross getauft…kreisch!!! Ein paar Zahlen zum Schluss:

Gewicht: 70 Tonnen
Länge: 230 Meter
Höhe: 50 Meter
Höchstgeschwindigkeit: 21 Knoten (durchschnittlich 19 Knoten)

Die ersten Schritte auf dem Schiff waren durchaus amüsant. Kaum zu glauben was da alles so mitreist auf einem solchen Schiff. Man könnte hier abendfüllende Livestudien über das Verhalten der Leute anstellen. Die verschiedenen Bars und Decks eignen sich auch vorzüglich zum Tratschen doch leider bin ich ja alleine unterwegs (muss wohl noch jemanden zum Tratschen finden…grins). Sogar Wireless Internet gibt es an Bord, das hat aber seinen Preis. Das billigste Paket kostet 100 US$ und beinhaltet 250 Minuten surfen. Ich werde dann wohl jeweils den Blog im Word vorschreiben und dann bei einem Landgang ins Internet stellen. Somit werdet ihr wohl nicht jeden Tag einen Update von mir haben wie bis anhin. Aber ich hoffe, ihr werdet das verkraften.

Zurück zu den Leuten an Bord – gegen 2000 Leute befinden sich auf dem ausgebuchten Schiff. Es ist auch unglaublich wie viele Sprachen man hier hört. Es gibt auch eine grosse Gruppe von Schweizern hier an Bord. Um 17.30h gab es dann die obligatorische Evakuationsübung. Mann muss dabei seine Schwimmweste anziehen und sich an die zugewiesene Sammelplätze begeben. Das war vielleicht ein Drucheinander. Also wenn hier mal wirklich ein Notfall ist dann gute Nacht. Viele Leute irrten auf dem Deck umher und suchten ihren Sammelplatz. Dabei wäre doch alles so einfach wenn sie nur die Instruktionen in ihrer Kabine lesen würden. Und erschreckend wieviele Leute nicht wussten, wie sie nun die Schwimmweste anziehen müssen – auch dies ist eingehend beschrieben. Alles in allem war die Rettungsübung eher amüsant als Ernst zu nehmend.

Um 18Uhr verliess dann das Schiff den Hafen von Buenos Aires in Richtung Montevideo wo wir morgen eintreffen werden. Nun sitze ich hier in der Piano Bar und geniesse einen Tropical Itch (sehr süffig mit Baccardi und Wodka…hicks). Das gute ist ja dass niemand auf dem Schiff merkt, wenn man ein bisschen wackelt beim Weg in die Kabine. Das Schiff wackelt selber ja auch ziemlich und Alkohol ist wohl dazu da, dieses Wackeln auszugleichen…smile. Später werde ich wohl noch ne Kleinigkeit essen gehen. Man hat hier die Auswahl zwischen 7 Restaurants und eigentliche Essenszeiten gibt es auch nicht – man geht zum Essen wann man Lust und Hunger hat. So einfach kann das Leben sein. Morgen werde ich mich dann mal noch mit den verschiedenen Exkursionen anlässlich der Landgänge beschäftigen. Vermutlich werde ich nicht so viele buchen da sie doch eher teuer sind. Mal gucken ob ich evtl. übers Internet günstigere Ausflüge bekommen kann. Ein Ausflug der besonderen Art wäre ein Flug in die Antarktis mit Landung auf einer Forschungsstation. Das Abenteuer kostet schlappe 2200 US$...andererseits ist es ein einmaliges Erlebnis – bin hin und her gerissen… Ihr werdet es auf jeden Fall erfahren was ich entschieden habe. So, nun erstmal was Essen. Der Aufenthalt auf hoher See macht hungrig.

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