Heute Morgen kamen wir bereits um 7Uhr im Hafen von Ushuaia (Feuerland/Argentinien) an. Es war noch zappenduster als ich das Schiff verliess. Der Aufenthalt war nicht allzu lange denn um 12.30Uhr mussten bereits alle wieder auf dem Schiff sein. Natürlich war um diese Uhrzeit im ganzen Ort noch nichts los. Gähnende Leere auf den Strassen. Zu Glück hatten wenigsten bereits ein paar Cafés geöffnet so dass ich mich bei einer warmen Schokolade auf den heutigen Tag hier in der südlichsten Stadt der Welt einstimmen konnte. Im Hafen lagen auch zwei russische Forschungsschiffe vor Anker, die Passagiere in die Antarktis mitnehmen. Diese Kreuzfahrten sind allerdings enorm teuer und starten so bei 6000 US$ für 10 Tage. Als nächstes setzte ich mich mal in ein Internet Café um die Pics für euch raufzuladen. Das Raufladen hat zwar funktioniert doch konnte ich die Fotos nicht sortieren. Somit erscheinen die Fotos nun am Schluss. Mittlerweile habe ich einfach zu viele Fotos auf dem Internet, das zwingt jeden Rechner in die Knie wenn er neu sortieren sollte :-) Muss wohl in Punta Arenas, unserem nächsten Hafen, ein paar löschen.
Später besuchte ich noch das Schifffahrtsmuseum von Ushuaia. Das Museum ist im ehemaligen Gefängnis von Ushuaia untergebracht. Hier wurden bis 1947 Schwerverbrecher eingekerkert. In den Originalzellen befindet sich nun das Museum das über die ersten Forscher bis hin zu den heutigen Antarktis Expeditionen sehr umfassend berichtet. Auf dem Rückweg zum Schiff musste ich natürlich auch noch durch die zahlreichen Souvenir-Läden schlendern. Ein Supermarkt, wo ich hätte Wasser kaufen können, wäre mir jedoch lieber gewesen. Doch leider fand ich keinen so auf die Schnelle.
Um 13Uhr ging die Fahrt dann weiter durch den Beagle Kanal. Der Beagle Kanal ist eigentlich ein Fjord, benannt nach dem Schiff HMS Beagle auf dem der Forscher Charles Darwin die Gegend im 18. Jahrhundert erkundet hat. Das Wetter ist wechselhaft und die Berggipfel verstecken sich in den Wolken. Nach ca. 2-stündiger Fahrt bogen wir in einen Seitenarm des Beagle Kanals ein um die internationalen Gletscher zu bestaunen. Die verschiedenen Gletscher sind nach diversen Ländern benannt. Es gibt da zum Beispiel den Gletscher von Holland, Frankreich, Italien, Deutschland und so weiter. Einen Schweizer Gletscher gibts jedoch nicht, dafür wurde einer nach einem Schiff benannt, dass den Kanal ebenfalls im 18. Jahrhundert erforscht hatte – der Romance Gletscher. Vor allem der Frankreich und Italien Gletscher waren sehr beeindruckend da diese beide Gletscher direkt bis zum Meer reichen. Das Meer ist hier ziemlich ruhig doch weht ein kräftiger Wind.
Nach mehreren Stunden Gletscher-Gucken auf dem Oberdeck habe ich mich nun in meine Kabine verkrochen um mich etwas aufzuwärmen. Draussen herrscht richtig kaltes Winterwetter und das mitten im Sommer!! Von jetzt an geht die Reise ja wieder Richtung Norden – vielleicht wird's dann nochmals etwas wärmer. Morgen werden wir dann den Hafen von Punta Arenas erreichen wo wir den ganzen Tag am Pier sind. So hat man wenigstens genügend Zeit, die Gegend zu erkunden. Je nach Wetter wollte ich im nahegelegenen Nationalpark ein bisschen Wandern gehen. Nach Punta Arenas werden wir dann 3 Tage auf See sein und durch die chilenischen Fjorde schippern.
Sonntag, 9. März 2008
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